Brunnenbau Richter - Fragen und Antworten
Die Bohrtechnik
Die Bohrtechnik ist auf das Errichten von Brunnen mit geringem Platzbedarf, wie z. B. in bereits angelegten Gärten, eingerichtet.
Dementsprechend sind die Abmaße des Geräts klein gehalten, die Motorisierung kraftvoll. Somit ist die Beanspruchte Fläche auf ein Mindestmaß verringert und mit einer Breite von 75 cm nahezu an jeden Ort verfahrbar.
Ist Wasser vorhanden und in welcher Tiefe? Wie tief muss man bohren, um Wasser zu finden?
Wasser ist im allgemeinen immer vorhanden. Allerdings sind die notwendigen Bohrtiefen und die Ergiebigkeit verschieden. In Abhängigkeit der Tiefe ist auch das passende Bohrverfahren zu wählen.
Fragen Sie Ihre Nachbarn. Es gibt sehr viele Brunnen auch aus älterer Zeit und am aussagekräftigsten ist natürlich einer in Ihrer Nähe. Ebenso sind die zuständigen Behörden über die Tiefe des Wassers informiert und können Auskunft geben.
Die Bohrverfahren
Trockenbohrung
Mit der Trockenbohrung können Brunnen bis zu einer Tiefe von 15 m mit einem Durchmesser von 3 Zoll (DN80) gebohrt und eingebaut werden. Bei diesem Verfahren wird eine Spindel durch Drehung in das Erdreich getrieben. Das während dieses Vorgangs zu Tage gefördertes Bohrgut wird begutachtet und so die entsprechende Einbautiefe festgelegt. Ist die notwendige Tiefe erreicht wird die Spindel gezogen und anschließend das Brunnenrohr eingebracht. Ist das Brunnenrohr eingebracht wird der Brunnen angepumpt, entsandet und die Ergiebigkeit bestimmt.
Spülbohrung
Die Spülbohrung findet bei größeren Tiefen und entsprechenden Böden (Lehm, Mergel) Anwendung. Bei dieser Technik wird durch ein rotierendes Bohrgestänge eine spezielle Bohrspülung auf das Bohrlochtiefste gedrückt und das abgespante Bohrgut zwischen Bohrgestänge und Bohrlochwand an die Oberfläche gefördert. Dort wird das Bohrgut begutachtet und die notwendige Bohrtiefe ermittelt. Die kontinuierliche Spülung des Bohrloches hat den Zweck, das Loch auch nach Ziehen des Gestänges vor dem Zusammenfall zu schützen. Damit wird das Einbringen des Bohrlochausbaus auch bis in größere Tiefen ermöglicht.
Der Bohrlochausbau
Der Bohrlochausbau wird mit speziellen Kunststoffrohren durchgeführt. Das Material ist Trinkwasserneutral und verrottet nicht. Ein solcher Brunnen ist eine dauerhafte Einrichtung. Bei dem Spülbohrverfahren wird zusätzlich eine Filterkiesschüttung und ein Quelltonabdichtung eingebracht.
